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Geschichte / Zeitgeschichte

6 Kurse
Lisa Weigel, Lehrbereichsleiterin
Lisa Weigel
Lehrbereichsleitung Junge VHS, Mensch und Gesellschaft; Kunst, Kultur und Kreatives Gestalten

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Jungsein in Demokratie & Diktatur
Di. 10.11.2026 18:00
online - Die Zugangsdaten werden kurz vor Beginn zugesendet

Was unterscheidet das Aufwachsen in einer Diktatur von dem in einer Demokratie? Was passierte, wenn Jugendliche in der DDR mit dem System in Konflikt gerieten? Gemeinsam gehen wir der Frage nach, was junge Menschen damals geprägt hat und was sie heute beschäftigt, wo Erfahrungen vergleichbar und wo Unterschiede entscheidend sind. Die Veranstaltung lädt dazu ein, Generationen ins Gespräch zu bringen und über das Leben von jungen Menschen in Umbruchszeiten nachzudenken. Die Zugangsdaten werden kurz vor Beginn per E-Mail zugesendet. Gesprächsgast 1: Lisa Trebs Lisa Trebs ist Mitgründerin der Initiative k_einheit und Teil der ostdeutschen Generation Z. Sie setzt sich dafür ein, dass junge Menschen aus Ostdeutschland und ihre Perspektiven in gesellschaftlichen Debatten gehört werden. Mit k_einheit entwickelt sie Projekte, Workshops sowie Dialog- und Ausstellungsformate, die sich mit dem Erleben von Einheit, dem Erbe der Wiedervereinigung und der Zukunft Ostdeutschlands auseinandersetzen. Lisa arbeitet hauptberuflich in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und bringt diese globale Perspektive in ihr zivilgesellschaftliches Engagement ein. Gesprächsgast 2: Tim Eisenlohr Tim Eisenlohr wurde 1973 in Ost-Berlin geboren. In der DDR engagierte er sich schon als Jugendlicher politisch in der oppositionellen Umweltbibliothek. In der Nacht vom 24. zum 25. November 1987 wurde der 14-jährige Tim zusammen mit anderen Mitarbeitern der Umweltbibliothek verhaftet. Er reiste im Sommer 1989 mit seiner Familie nach West-Berlin aus und ging dort weiter zur Schule. In der Bundesrepublik setzte er sein Engagement unter anderem bei „amnesty international“ fort. Heute ist Tim Eisenlohr als Politischer Bildner aktiv und setzt sich für Menschen in Not ein – beispielsweise beim Kältebus der Kältehilfe des DRK. Ihm ist es wichtig, gebrochene Biografien zu akzeptieren und das Gespräch zu suchen. Er ist sehr podiumserfahren. Moderation: Miriam Menzel Miriam Menzel moderiert Veranstaltungen und Diskussionsformate mit Bezug zu ihren Arbeitsschwerpunkten: historisch-politische Bildung und Erinnerungskultur in der digitalen Gesellschaft. Sie hat zuletzt für die EKD, die Gesellschaft für eine gute Zukunft, die Alfred Landecker Foundation und die Kooperative Berlin gearbeitet. Zu den von ihr konzipierten und geleiteten Projekten, die sich mit dem Jung-Sein in der DDR beschäftigen, gehört u. a. die Podcast-Reihe „Young and Free".

Kursnummer 26H1030003
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Entgelt: kostenlos
Rubens oder Rembrandt? Werke der Holländischen und Flämischen Malerei des Barock in der Alten Pinakothek - vhs.wissen live
Do. 10.12.2026 19:30
online
- vhs.wissen live

1581 schlug die Geburtsstunde der Republik der Vereinigten Niederlande, als sich die sieben nördlichen niederländischen Provinzen von der spanischen Herrschaft lossagten. Damit begann eine tiefgreifende künstlerische Neuentwicklung, die zur Ausbildung eines eigenen Malstils führte, der heute im deutschen Sprachraum als „holländisch“ bezeichnet wird. Dabei blieben die Themen der niederländischen Malerei bestehen. Landschaftsbilder, Seestücke und Genrebilder erhielten jedoch regionaltypische Züge; viele Sujets spiegelten den bürgerlich geprägten Alltag. So rückten Dünenlandschaften, holländische Küsten und häusliche Interieurs ins Zentrum und prägten damit ein Angebot zur Identifikation, in dem das Streben nach politischer Unabhängigkeit Ausdruck fand. Für die flämische Malerei blieben die traditionellen Auftraggeber – Adel und Kirche – weiterhin bestimmend. Das belegt beispielhaft das Werk von Peter Paul Rubens, der aber auch in den nördlichen Niederlanden viele Bewunderer fand – darunter Rembrandt, der in seinen Werken den künstlerischen Wettstreit suchte und in der Auseinandersetzung eigene Impulse setzte. In der Führung werden anhand von Beispielen in der Alten Pinakothek die Unterschiede, aber auch die Parallelen der künstlerischen Auffassungen vorgestellt.   Mirjam Neumeister ist Sammlungsdirektorin der Alten Pinakothek und Sammlungsleiterin für Flämische Barockmalerei an den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München. Die Veranstaltung wird live aus der Alten Pinakothek in München gestreamt.

Kursnummer 26H1040015
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Entgelt: kostenlos
Versunkene Welten: Ruinenstädte in der Antike von Troja bis Pompeji - vhs.wissen live
So. 25.10.2026 19:30
online
- vhs.wissen live

Heutzutage spazieren Millionen von Besuchern durch antike Ruinenstädte. Voll Bewunderung studieren wir die verfallenen Gebäude und Monumente und stellen uns vor, wie der Alltag der Menschen damals ausgesehen haben mag. Nostalgie und romantische Wehmut angesichts des Untergangs der alten Kulturen sind jedoch moderne Phänomene. Im Altertum ging man mit den zahlreichen zerstörten Städten, die schon damals im Mittelmeerraum allgegenwärtig waren, wesentlich pragmatischer um: Ruinen hatten nichts Positives an sich, sie wurden entweder beseitigt oder schlichtweg ignoriert. Martin Zimmermann zeigt in diesem Vortrag, wie die Menschen in der Antike selbst auf bedeutende Stätten wie Troja, Mykene, Ninive und Pompeji geblickt haben. Er lehrt Alte Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Gerda Henkel Stiftung statt.

Kursnummer 26H1041006
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Entgelt: kostenlos
Konrad Adenauer. Kanzler nach der Katastrophe - vhs.wissen live
Di. 24.11.2026 19:30
online
- vhs.wissen live

Unter den Kanzlern der Bundesrepublik Deutschland ragt Konrad Adenauer heraus. Er ist es, der nach NS-Diktatur, Zweitem Weltkrieg und Holocaust 1949 die erste Bundesregierung bilden kann und die von außen gestiftete Demokratie im Westen verankert. Damit legt er die Fundamente einer Erfolgsgeschichte, die den Westdeutschen auf Jahrzehnte hinaus Wohlstand und Frieden beschert. Aber Adenauer ist es auch, der die deutsche Teilung in Kauf nimmt und Millionen seiner Landsleute ein Beschweigen ihrer Vergangenheit ermöglicht. Der renommierte Zeithistoriker Norbert Frei nimmt den 150. Geburtstag des Gründungskanzlers zum Anlass für ein unbestechliches Portrait des Mannes, der die deutsche Geschichte nach 1945 geprägt hat wie niemand sonst Norbert Frei lehrte Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Davor forschte er u.a. an dem Institut für Zeitgeschichte, an der Harvard University, in Princeton, in Jerusalem und am Wissenschaftskolleg zu Berlin.

Kursnummer 26H1041012
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Entgelt: kostenlos
Gottes Zeit: Jüdische, christliche und pagane Zeitvorstellungen und Zeiterfahrungen in der Antike - vhs.wissen live
Fr. 04.12.2026 19:30
online
- vhs.wissen live

War das Leben in der Antike gemütlicher oder gab es damals schon ähnlich viel Stress wie heute? In Judentum wie Christentum gab es Gruppen, die ein schreckliches Ende aller Weltzeit erwarteten. Wie verbreitet waren solche apokalyptischen Zukunftsszenarien? Wie ging man im Alltag mit den konkurrierenden Zeitrechnungen um, beispielsweise religiös motivierten Zeitrechnungen und politischen Chronologien nach Kaisern oder Konsulen? Wie erfuhren Menschen ganz praktisch, was die Stunde geschlagen hatte und was hatte das alles mit Religion zu tun? Antworten auf alle diese Fragen finden sich in einem größeren Buch, an dem Christoph Markschies arbeitet und dessen Inhalte er kurz gefasst vorstellt. Christoph Markschies ist Professor für Antikes Christentum an der Humboldt-Universität zu Berlin und Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Er wurde u. a. mit dem Hanns-Lilje-Preis der Göttinger Akademie und dem Leibniz-Preis der DFG ausgezeichnet und gehört dem Orden Pour le mérite für Wissenschaften und Künste an.

Kursnummer 26H1041015
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Entgelt: kostenlos
„frauenHAFT. Sowjetische Repression und DDR-Strafvollzug (1945–1956)“ Führung durch die Ausstellung und Workshop zur historischen Biografienforschung
Sa. 09.01.2027 11:00
Gedenkstätte Leistikowstraße (Leistikowstraße 1, 14469 Potsdam)
Führung durch die Ausstellung und Workshop zur historischen Biografienforschung

Sowjetische Militärtribunale verurteilten in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) Tausende Frauen zu langjährigen Haftstrafen. Viele von ihnen wurden in Speziallagern interniert. Ab Sommer 1948 befand sich die größte Gruppe im Speziallager Sachsenhausen. Anfang Februar 1950 überstellte der sowjetische Geheimdienst 1.119 Frauen aus dem aufgelösten Lager in das DDR-Gefängnis Hoheneck. Unter ihnen waren auch Mütter mit Kleinkindern und Schwangere. Die Wanderausstellung „frauenHAFT. Sowjetische Repression und DDR-Strafvollzug (1945–1956)“ widmet sich diesem bislang wenig bekannten Kapitel der Nachkriegsgeschichte. Anhand von Fotografien, Zeitzeugenberichten und Erinnerungsstücken stellt sie die Lebensgeschichten von zwölf Frauen vor. Ihre Biografien erzählen von Verfolgung, Unrecht und Leid, aber auch von Selbstbehauptung und Überlebenswillen. Bei einer Kuratorinnenführung erhalten die Teilnehmenden vertiefende Einblicke in die Ausstellung und erfahren mehr über die historischen Hintergründe und individuellen Schicksale der porträtierten Frauen. Im Anschluss gibt die Kuratorinnen anhand ausgewählter Beispiele Einblicke in die praktische Arbeit der historischen Biografieforschung. Wie lassen sich Lebensgeschichten rekonstruieren, wenn nur wenige Informationen über die betreffenden Personen vorliegen? Welche Archive und Datenbanken helfen bei der Recherche? Welche Spuren führen zum Ziel, und welche Fragen müssen offenbleiben? Die Veranstaltung verbindet die Auseinandersetzung mit einem wichtigen Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte mit einem Einblick in die Methoden historischer Forschung. Zugleich bietet sie Anregungen und methodische Impulse, die auch für die eigene Familienforschung hilfreich sein können.

Kursnummer 27F1030000
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Entgelt: kostenlos
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19.10.26 23:25:29