Die Verwunderung war groß, als die Corona-Pandemie die Welt im März 2020 in den Lockdown zwang: So etwas hatte man noch nie erlebt. Für alle, die in der Landwirtschaft mit Tieren zu tun haben, ist das Leben mit potentiell katastrophalen Krankheitserregern jedoch seit Jahrzehnten betriebliche Normalität. Der Vortrag bietet anhand des Beispiels der Schweinepest einen Überblick über den Umgang mit Tierseuchen vom 19. Jahrhundert bis heute und fragt nach den Veränderungen für Menschen und Tiere. Dabei entsteht ein neues Bild von Landwirtschaft in der Moderne: Agrarproduktion als ständige Auseinandersetzung mit Krisen, die einfach nicht verschwinden wollen. Frank Uekötter lehrt Technik- und Umweltgeschichte an der Universität Bochum.
In einem geschützten und verständlichen Rahmen werden Formen digitaler Gewalt wie Stalking, Cybermobbing oder Überwachung erklärt und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt. Ziel ist es, Betroffene zu stärken, Wissen zu vermitteln und Sicherheit im Umgang mit digitalen Risiken zu erhöhen. Die Teilnehmenden lernen, Warnzeichen zu erkennen, sich wirksam zu schützen und passende Unterstützungsangebote zu finden. Neben praxisnahen Tipps gibt es Raum für Fragen sowie die Möglichkeit, individuelle Beratung in Anspruch zu nehmen. Das Angebot ist niedrigschwellig, alltagstauglich und ohne Vorkenntnisse zugänglich. Niemand muss persönliche Erfahrungen teilen. Die Schulung findet in Zusammenarbeit mit der Fachstelle digitalisierte Gewalt an Frauen*, häusliche Gewalt und Stalking der AWO BIK West statt.
Wie wir miteinander sprechen, prägt unsere Beziehungen zu Partnern, Familie, Kollegen und nicht zuletzt zu uns selbst. In diesem Workshop erhalten Sie inspirierende Impulse und praktische Werkzeuge, um Ihre Kommunikation bewusster, wertschätzender und authentischer zu gestalten. Erfahren Sie mehr über Ihre eigenen Bedürfnisse, stärken Sie Ihre Ausdrucksfähigkeit und lernen Sie, Konflikte konstruktiv zu lösen. In einer offenen und unterstützenden Atmosphäre gewinnen Sie neue Perspektiven auf sich selbst und Ihre Beziehungen. Besonders wertvoll ist dabei das Lernen in der Gruppe: Der Austausch mit anderen eröffnet neue Blickwinkel, lässt Sie eigene Muster besser erkennen und schafft ein Gefühl von Verbundenheit. Sie erleben, dass viele Themen uns alle betreffen und profitieren von den Erfahrungen und Impulsen der anderen Teilnehmenden. So entsteht ein lebendiger Raum, in dem gemeinsames Lernen, ehrliches Feedback und persönliches Wachstum möglich werden. Gönnen Sie sich diese Zeit für persönliche Entwicklung für mehr Verbindung, Verständnis und echte Begegnung im Alltag.
Was passiert, wenn eine Gesellschaft aufhört, Männern Geschichten zu erzählen, in denen sie sich wiederfinden können? In diesem Vortrag analysiert Eva Ladipo, wie Popkultur, Politik und Medien ein Vakuum hinterlassen haben, das rechte Influencer, toxische Männerforen und autoritäre Rollenvorbilder wie Trump oder Musk füllen. Zwischen Kinoleinwand und Kommentarspalten, zwischen #MeToo und der AfD wird deutlich: Wer über Männlichkeit nicht spricht, überlässt das Feld denen, die sie am liebsten in Machtfantasien und Frauenhass konservieren möchten. Eva Ladipo studierte Politische Wissenschaften in Cambridge und promovierte über das russische Steuersystem. Die Journalistin arbeitete als Redakteurin, Ressortleiterin und Korrespondentin bei der FAZ, der Financial Times Deutschland, Vanity Fair, Financial Times und Die Welt. Sie hat in Russland, Kolumbien und in den USA gearbeitet, bevor sie in Großbritannien gelandet ist. Bei Reclam ist 2026 das Buch „Not am Mann“ erschienen.